Der ehemalige britische Premierminister gab zu, dass er beim Schreiben auf KI, insbesondere ChatGPT, zurückgriff.
Boris Johnson nutzt ChatGPT für seine Schriften
Er sagt, dass er es zum Fragen und Nachdenken benutzt, gibt aber auch zu, dass das Werkzeug dazu neigt, dem Gesprächspartner zu schmeicheln.
Johnson, der in Oxford klassische Literatur studiert hat, erklärt, dass ihm die Schnelligkeit und Einfachheit gefällt, die ihm die KI bei seiner Schreibarbeit verschafft. Diese Entdeckung verdeutlicht, wie sehr KIs mittlerweile selbst in der intellektuellen und literarischen Arbeit von Personen des öffentlichen Lebens präsent sind.
Offenkundige Bewunderung für künstliche Intelligenz
Er bezeichnet ChatGPT als "wirklich toll " und sagt, dass er die KI liebt.
Er macht sich sogar über den schmeichelhaften Ton des Tools lustig, das ihn oft als "hervorragend" oder "brillant" beschreibt. Für ihn ist diese Technologie eine Revolution und ein Symbol für Innovation, die den Menschen seiner Meinung nach auf ein "einfaches Wesen" reduziert.
Er sieht in ihr auch einen wohlwollenden Spiegel der menschlichen Intelligenz, der Kreativität und Denken inspirieren und seinen Nutzern schmeicheln kann.
Ein potenzieller Trumpf für die Regierung?
Über seinen persönlichen Gebrauch hinaus glaubt Johnson, dass KI die Art und Weise, wie öffentliche Institutionen funktionieren, verändern könnte.
Er argumentiert, dass ihr großflächiger Einsatz die Kosten der Regierungsverwaltung senken und den Steuerzahlern Geld sparen würde. Seiner Meinung nach kann KI die Verwaltung effizienter machen, die Entscheidungsfindung erleichtern und dabei helfen, bestimmte sich wiederholende Aufgaben zu automatisieren.
Mögliche Rückkehr in die Politik für Boris Johnson
Trotz seines Rücktritts im Jahr 2023 nach dem Skandal um die Partys in der Downing Street während des Covid Containment schließt Boris Johnson die Tür zu einer Rückkehr in die Politik nicht vollständig.
Er gibt zu, dass dies unwahrscheinlich sei, fügt aber hinzu, dass "statistisch gesehen alles passieren kann". Insbesondere ruft er die Konservative Partei, die nun von Kemi Badenoch angeführt wird, dazu auf, sich zusammenzureißen, da sie nach ihrer Wahlniederlage in den Umfragen an Boden verloren hat.