Ohne Vorwarnung machte xAI die Gespräche von Internetnutzern mit Grok öffentlich zugänglich. Tatsächlich finden sich nun mehr als 370.000 Gespräche mit dem Chatbot im Netz, berichtet Forbes.
Die Schaltfläche "Teilen"
Jedes Mal, wenn ein Grok-Nutzer auf die Schaltfläche "Teilen" klickt, wird eine eindeutige URL erstellt. Dieser Link ermöglicht es ihm dann, die Konversation mit dem Conversational Agent per E-Mail, SMS oder auf andere Weise an eine dritte Person zu senden.
In den Augen aller
Ohne das Wissen der Nutzer veröffentlicht Elon Musks Unternehmen für künstliche Intelligenz diese URL jedoch auch auf seiner Website. Folglich wird jeder geteilte Link auch von Suchmaschinen indiziert. Jeder kann sich also deren Inhalte ansehen.
Fragen zu Medizin und Psychologie
Im Rahmen seiner Untersuchung fielen Forbes mehrere Austausche auf, in denen Nutzer intime Fragen zu Medizin und Psychologie stellten. Einige dieser Austauschaktionen enthüllten Namen, medizinische Informationen, Dokumente und sogar ein Passwort.
Illegale Gespräche
Während einige der online veröffentlichten Gespräche harmlos sind, sind andere weit weniger harmlos. In anderen Gesprächen finden sich detaillierte Pläne für Attentate auf Musk.in den Chats finden sich u. a. Pläne für Attentate (u. a. auf Elon Musk), explizite Anleitungen zur Herstellung von Fentanyl und Bomben, ein Versuch, sich in eine Krypto-Wallet zu hacken, und Selbstmordmethoden.
Gegen die Politik von xAI
Dennoch verbietet die xAI-Richtlinie die Verwendung von Grok, um "schwere Angriffe auf das menschliche Leben zu fördern" oder "biologische, chemische oder Massenvernichtungswaffen zu entwickeln".
Keine Kommentare von xAI
Laut Forbes bleibt der genaue Zeitraum, in dem die Gespräche durchgesickert sind, unbekannt. xAI reagierte nicht auf Anfragen der Medien nach einem Kommentar.
Ein Déjà-vu nach dem ChatGPT-Fall
Anfang August waren bereits private ChatGPT-Unterhaltungen in die Google-Suchergebnisse durchgesickert. Der Grund dafür war die Schaltfläche "Make this chat discoverable", mit der die Chats nicht nur über einen öffentlichen Link, sondern auch über Suchmaschinen gefunden werden konnten, wie Fast Company berichtete.
Die Reaktion von Open AI
Angesichts der darauf folgenden Kontroverse entfernte OpenAI diese Option schnell wieder und kündigte an, daran zu arbeiten, bereits indizierte Konversationen zu entfernen.