Nordkoreas Staatschef Kim Jong-un hat am Montag erklärt, sein Land brauche eine "schnelle Ausweitung" seines Atomprogramms. Seiner Ansicht nach sind die gemeinsamen Militärübungen der Vereinigten Staaten und Südkoreas "eine klare Manifestation ihres Wunsches, einen Krieg zu beginnen", berichtete die offizielle Nachrichtenagentur KCNA aus Pjöngjang.
Rasche Ausweitung der Nuklearisierung
"Die gegenwärtige Situation erfordert eine radikale und rasche Änderung der bestehenden militärischen Theorie und Praxis sowie eine rasche Ausweitung der Nuklearisierung", sagte der Führer des atomar bewaffneten Nordkoreas.
Zusammenarbeit zwischen den Vereinigten Staaten und Südkorea
Am Montag haben das US-amerikanische und das südkoreanische Militär ihr jährliches gemeinsames Militärmanöver begonnen, um die Zusammenarbeit im Falle eines Konflikts mit dem Norden zu verbessern.
Pjöngjangs Kritiker
Pjöngjang kritisiert diese Übungen, die als "Ulchi Freedom Shield" bezeichnet werden, regelmäßig und sieht sie als Vorbereitung einer Invasion an. Pjöngjang reagiert darauf manchmal mit Testabschüssen.
Eine "defensive Berufung", so die US-Armee
Die US-Armee hat uns versichert, dass diese Militärmanöver einen "defensiven Zweck" haben. Ulchi Freedom Shield" soll elf Tage dauern und umfasst "mehrere groß angelegte Übungen mit scharfer Munition".
Zerstörer Choe Hyon kommt "wie geplant" voran
Diese neuen Äußerungen des koreanischen Führers folgen auf seinen Besuch des im eigenen Land gebauten Zerstörers Choe Hyon am Montag. Das Schiff soll ein "Hightech-Kernwaffenschiff" werden, und seine Entwicklung schreite "wie geplant" voran, sagte Kim Jong-un.
Ein dritter Zerstörer in Sicht
Nordkorea plant den Bau eines dritten 5.000-Tonnen-Zerstörers der Choe-Hyon-Klasse bis Oktober nächsten Jahres und testet derzeit Marschflugkörper und Flugabwehrraketen zur Ausrüstung dieser Kriegsschiffe.
Bilaterales "militärisches Vertrauen
Der Anfang Juni gewählte neue südkoreanische Präsident Lee Jae-myung (Mitte-Links) versprach am Freitag, das politische System Nordkoreas zu "respektieren" und bilaterales "militärisches Vertrauen" aufzubauen. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger, der eine harte Linie gegenüber dem nördlichen Nachbarn verfolgte, will Lee einen Dialog ohne Vorbedingungen.
Pjöngjang verschließt die Tür zum Dialog
Daraufhin erklärte Pjöngjang, es habe kein Interesse an einer Entspannung der Lage in Seoul.
Ein Treffen zwischen Lee Jae-myung und Donald Trump
Die Bemühungen der USA und ihrer Verbündeten, Nordkoreas nukleare Entwicklung einzudämmen, sollen bei einem bevorstehenden Treffen zwischen Lee Jae-myung und seinem amerikanischen Amtskollegen Donald Trump in Washington erörtert werden.