Trump und der Unabomber: die Geschichte, die in all dem Chaos unter dem Radar flog. Die Details.
Eine lange Anekdote
Auf einem Energie- und Innovationsgipfel in Pennsylvania erregte Donald Trump kürzlich die Aufmerksamkeit der Medien mit einer langen Anekdote über seinen Onkel, Professor John Trump. Bevor er mit seiner Erzählung begann, warnte er die Zuhörer mit einem Lächeln: "Ich muss nur kurz angeben."
Ein Gespräch
Anschließend beschrieb Trump in erschreckenden Details ein Gespräch, das er angeblich mit seinem Onkel über den berüchtigten Unabomber Ted Kaczynski geführt hatte. Auf der Bühne mimte Trump einen Austausch, in dem er seinen Onkel fragte, wie es war, Kaczynski unterrichtet zu haben...
Zehn Jahre zuvor
Aber das kann niemals geschehen sein. John Trump starb mehr als zehn Jahre vor der Verhaftung und Identifizierung des Unabombers im Jahr 1996. Außerdem war Ted Kaczynski nie Student am MIT, wo John Trump lehrte; stattdessen besuchte er Harvard und die Universität von Michigan.
"der dienstälteste Professor in der Geschichte des MIT"
Was viele Beobachter verblüffte, war, dass Trump nicht nur diese Interaktion erfand, sondern auch die Referenzen und Leistungen seines Onkels übertrieben darstellte. Er behauptete fälschlicherweise, John Trump sei "der dienstälteste Professor in der Geschichte des MIT", was nicht stimmt. Außerdem behauptete er, er habe Abschlüsse in "Kerntechnik, Chemie und Mathematik", während er in Wirklichkeit zwei Abschlüsse in Elektrotechnik und einen in Physik hatte.
"Im Ernst, gut"
Trump setzte die Anekdote fort, indem er erneut seinen Onkel imitierte und erzählte, wie er ihm von dem Unabomber erzählt hätte, indem er sagte: "Ernsthaft, gut. Er würde herumgehen und jeden korrigieren".