Noch immer keine offizielle Antwort aus dem Weißen Haus, warum Trump im Mai den roten Teppich für El Chapos Familie ausgerollt hat.
Umstrittene Maßnahmen
Seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus im Januar 2025 hat Donald Trump den Kampf gegen die Einwanderung wieder in den Mittelpunkt seiner Agenda gerückt. Er versprach eine nahezu hermetische Abriegelung der Südgrenze und setzte umstrittene Maßnahmen zur Massenabschiebung von Migranten um, die sich bereits auf amerikanischem Boden befanden.
Die Trump-Regierung
Dennoch berichtete The Daily Beast, dass im Mai etwa 20 Personen aus dem Umfeld von Joaquín "El Chapo" Guzmán, dem ehemaligen Anführer des gefürchteten mexikanischen Sinaloa-Kartells, der derzeit in einem streng gesicherten Gefängnis in Mexiko inhaftiert ist, in die USA reisten. lebenslänglich in einem Hochsicherheitsgefängnis in Colorado einsitzt, mit ausdrücklicher Billigung der Trump-Regierung heimlich die Grenze zu den USA überquert.
Eine vertrauliche Vereinbarung
Die mexikanischen Behörden kommentierten, dass die Einreise der Verwandten von El Chapo in die USA keine improvisierte Flucht gewesen sei.sie sei vielmehr im Rahmen einer vertraulichen Vereinbarung zwischen der Trump-Regierung und Ovidio Guzmán, dem Sohn von El Chapo, der derzeit in den USA inhaftiert ist, genehmigt worden. Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum äußerte sich überrascht über die Operation, die ohne bilaterale Koordination durchgeführt wurde.
Von Washington als Terrororganisation eingestuft
Dasselbe Kartell wird jedoch seit 2024 von Washington offiziell als Terrororganisation eingestuft. Diese Bezeichnung wurde unter der Biden-Regierung eingeführt, um die rechtlichen Möglichkeiten zur Bekämpfung seiner transnationalen Operationen zu erweitern.
Beunruhigende Ausnahmen
Während Trump eine eiserne Migrationspolitik für sich beansprucht, rufen seine Absprachen hinter den Kulissen mit Figuren aus dem Drogenhandel heftige Kritik hervor und offenbaren beunruhigende Ausnahmen.
Die doppelte Rede
Während er Massenabschiebungen von Migranten, die sich oft jahrelang in den USA aufgehalten haben, in Drittländer oder sogar in salvadorianische Gefängnisse durchführt, rollt er den roten Teppich für Angehörige eines mexikanischen Kartells aus, das als terroristisch eingestuft wurde.
Keine offizielle Erklärung
Mehrere Tage nach Bekanntwerden dieser Information gab es immer noch keine offizielle Erklärung dafür, warum Donald Trump im Mai der Familie von El Chapo die Tore zum amerikanischen Staatsgebiet geöffnet hatte.