Zwischen diesem und der Rückkehr von Jimmy Kimmel gibt es noch Hoffnung für die Meinungsfreiheit - vorerst.
Schlecht formuliert und ungeeignet
Ein Bundesrichter in Florida wies die 15-Milliarden-Dollar-Klage Donald Trumps gegen die New York Times ab, da sie schlecht formuliert und nicht in den Verfahrensrahmen eingepasst sei.
Ohne direkte Verbindung
Der in Tampa ansässige Bezirksrichter Steven Merryday befand, dass Trumps Klage überzogen, zu lang und voller rhetorischer Sprache ohne direkten Bezug zu den Verleumdungsvorwürfen sei.
Persönliche Angriffe
Er wies darauf hin, dass es der Beschwerde, die sich über 85 Seiten bei nur zwei Anklagepunkten erstreckte, an Klarheit, Genauigkeit und Nüchternheit mangelte. Der Richter kritisierte das Vorgehen scharf und sagte, eine Beschwerde dürfe nicht als Bühne für persönliche Angriffe oder Inhalte dienen, die eher in die Kategorie der öffentlichen Rede als in die Kategorie einer gerichtlichen Beschwerde fallen.
Die Normen
Trotz dieser Ablehnung räumte der Richter Trumps Team eine Frist von 28 Tagen ein, um eine abgeänderte Version der Klage einzureichen, sofern diese auf 40 Seiten beschränkt ist und die geltenden Verfahrensstandards erfüllt.
Eine Bundesbeschwerde
Zur Erinnerung: Der US-Präsident reichte in Florida eine Bundesklage gegen die angesehene Tageszeitung ein und beschuldigte sie einer jahrzehntelangen "Pattern", die seinem Ruf und seinen Geschäften schaden sollte. Die Zeitung prangert eine unbegründete Klage an.
Ein neuer Schritt
Am 16. September erreichte Donald Trump eine neue Stufe in seinem Machtkampf mit der amerikanischen Presse.
15 Milliarden Dollar
Der Präsident hat eine Klage in Höhe von 15 Milliarden US-Dollar gegen die New York Times, mehrere ihrer Journalisten sowie den Verleger Penguin Random House eingereicht. Die Klage wurde beim Bundesgericht für den mittleren Bezirk von Florida eingereicht, dem Bundesstaat, in dem Trump nun seinen Wohnsitz hat.
Sein öffentliches Image
In seiner Klage behauptet Trump, dass die Times seit Jahrzehnten eine koordinierte Kampagne führt, um sein öffentliches Image zu beschmutzen und seinen politischen Einfluss zu schwächen.
Sein Ruf
Trump wirft der Zeitung und dem Verleger vor, seinen Ruf in mehreren sensiblen Bereichen geschädigt zu haben: seine persönlichen Finanzen, die Verwaltung seines Immobilienimperiums, sein angeblicher Reichtum und seine Rolle als nationale politische Figur.
"Lucky Loser"
Die Artikel der Tageszeitung in Verbindung mit einem 2024 erschienenen Buch mit dem Titel "Lucky Loser: How Donald Trump Squandered His Father's Fortune and Created the Illusion of Success", werden von seinen Anwälten als eine Reihe von verzerrten, übertriebenen oder erfundenen Berichten dargestellt.
Ein wirtschaftlicher Schaden
Der Präsident behauptet, dass diese Veröffentlichungen ihm einen konkreten wirtschaftlichen Schaden zugefügt haben, insbesondere weil sie zum Kursverfall seines börsennotierten Unternehmens, der Trump Media and Technology Group, beigetragen haben.
Die Präsidentschaftskampagne
Das Gerichtsdokument betont auch die politischen Auswirkungen dieser Artikel, insbesondere während des Präsidentschaftswahlkampfs 2024. Trump zufolge habe die New York Times ihren Medieneinfluss genutzt, um seine Kandidatur durch eine Vielzahl von negativen Analysen und kritischen Leitartikeln zu schwächen. Diese Haltung sei weniger ein Zeichen von unabhängigem Journalismus als vielmehr von parteipolitischem Engagement.
Ein Einschüchterungsversuch
Angesichts dieser Anschuldigungen reagierte die Leitung der New York Times schnell. Sie wies die Klage kategorisch zurück und bezeichnete sie als Einschüchterungsversuch gegenüber der Presse und als politisches Manöver, um die Aufmerksamkeit abzulenken. Auch Penguin Random House verteidigte die Legitimität des beanstandeten Buches und verwies auf die strenge redaktionelle Arbeit.
Der wahre Grund
Meredith Kopit Levien, Geschäftsführerin der New York Times, äußerte sich in einem Kommentar zu dem, was sie als den wahren Grund hinter der Klage ansieht.
Unabhängiger Journalismus
"Diese Klage entbehrt jeglicher Grundlage. Sie beruht auf keinem legitimen Rechtsanspruch. Ich denke, sie zielt darauf ab, unabhängigen Journalismus zu ersticken und die sachliche Berichterstattung zu unterbinden, die den Ruf der Times und anderer Institutionen ausmacht", meint sie.
28 Tage
Trotz dieser Ablehnung räumte der Richter Trumps Team eine Frist von 28 Tagen ein, um eine abgeänderte Version der Klage einzureichen, sofern diese auf 40 Seiten beschränkt ist und die geltenden Verfahrensstandards erfüllt.