Donald Trump brauchte nicht lange, um bei seinem Treffen mit dem südafrikanischen Präsidenten in die Offensive zu gehen. Trump versuchte, den südafrikanischen Präsidenten mit der umstrittenen Theorie des "weißen Völkermords", die von der extremen Rechten vertreten wird, in eine Falle zu locken.
Die Spannungen
Präsident Donald Trump empfing seinen südafrikanischen Amtskollegen Cyril Ramaphosa im Weißen Haus zu einem Besuch, der die Spannungen zwischen den beiden Ländern abbauen soll.
Auf brutale Weise
Dennoch hätte Trump eher eine Falle gestellt, die mehrere Beobachter nicht umhin kamen, mit der Falle zu vergleichen, die einige Monate zuvor dem ukrainischen Präsidenten Volodymyr Zelensky auf brutale Weise gestellt worden war.
Ein Video
Donald Trump brauchte nicht lange, um bei seinem Treffen mit dem südafrikanischen Präsidenten in die Offensive zu gehen. Während des Gesprächs im Oval Office wurde das Licht ausgeschaltet, um ein Video zu zeigen, in dem ein Mitglied einer südafrikanischen Oppositionspartei ein Lied anstimmte, in dem zum Tod der Afrikaner, so die Bezeichnung für die weißen Farmer in Südafrika, aufgerufen wurde. Die Sequenz enthielt auch ungeprüfte Bilder, die angeblich ein Massengrab zeigten, in dem weiße Farmer begraben worden waren.
Die Position der Regierung
Ramaphosa wies die Vorwürfe energisch zurück und stellte klar, dass die in dem Video verbreiteten Gesänge und Äußerungen in keiner Weise die Position der Regierung darstellten, und erinnerte daran, dass kriminelle Handlungen alle südafrikanischen Gemeinschaften ohne Unterschied beträfen.
Ihre Herkunft
Der südafrikanische Präsident behauptete daraufhin, er habe die Aufnahmen des Massengrabs nie gesehen, und bat seinen amerikanischen Amtskollegen um Auskunft über die Herkunft der Aufnahmen.er fragte ihn nach der Herkunft der Bilder, insbesondere nach dem genauen Ort, an dem sie angeblich aufgenommen wurden, um ihre Authentizität zu überprüfen. Donald Trump wies die Frage zurück und meinte, dass dieses Detail nicht wichtig sei.
Eine zentrale Rolle
Es sei daran erinnert, dass Donald Trump seit mehreren Jahren im Visier der Lobbyarbeit von AfriForum steht, einer südafrikanischen Organisation, die die Interessen der Afrikaaner-Minderheit vertritt. Obwohl sich die Gruppe dagegen wehrt, den Begriff "weißer Völkermord" explizit zu verwenden, werden in ihren Kampagnen Berichte über die Verfolgung von weißen Farmern in den Vordergrund gerückt. Trump wählte ein von AfriForum produziertes Video, um es dem südafrikanischen Präsidenten bei ihrem Treffen zu zeigen.
Tucker Carlson und Elon Musk
Diese aus der extremen Rechten stammenden Diskurse wurden auch vom ehemaligen Starmoderator von Fox News, Tucker Carlson, weiterverbreitet, der wesentlich dazu beigetragen hat, die Theorie vom "Genozid an den weißen Farmern" in den USA zu verbreiten. Auch Elon Musk hat bei dieser Verstärkung eine Rolle gespielt. Der aus Südafrika stammende Musk, der mittlerweile einflussreicher Berater von Donald Trump ist, hat die Behauptungen über den "weißen Völkermord" vor allem durch seinen Chatbot mit künstlicher Intelligenz (Grok) aufgegriffen.grok, der heftig kritisiert wurde, weil er unbegründete Behauptungen über angeblich gezielte Gewalt gegen Weiße in Südafrika verbreitet hatte.