Seit nunmehr einigen Monaten entwickeln und verbessern die Tech-Giganten ihre Assistenten mit künstlicher Intelligenz. Dieser Leistungswettlauf wird immer hektischer, indem er einen stillschweigenden Wettbewerb innerhalb der Unternehmen schafft. OpenAI stellte einen Monat nach der Einführung von GPT-5.1 Anfang Dezember eine neue Version von ChatGPT, GPT-5.2, vor, als Reaktion auf die neue Version des Google KI-Assistenten, Gemini 3, die Ende November dieses Jahres enthüllt wurde.

Diese beiden Giganten streiten sich nun schon seit einigen Monaten um den Titel des KI-Assistenten-Champions. Diese Rivalität zwischen Google und OpenAI hat sich seit der jeweiligen Enthüllung ihrer neuen Versionen von KI-Assistenten verschärft: Gemini 3 für Google und ChatGPT-5.2 für OpenAI.
Daten von Sensor Tower, die das Verhalten von 5 Millionen Verbrauchern weltweit analysieren, zeigen ein rasantes Wachstum von Gemini seit der Einführung von Gemini 3 Ende November. Die Zahl der weltweiten Besuche auf der Gemini-Website hätte sich zwischen August und November verdoppelt, während die Zahl der Besuche von ChatGPT nur um etwa 1 % gestiegen wäre. Im gleichen Zeitraum hätte Gemini 346 Millionen monatlich aktive Nutzer erreicht, was einem Wachstum von fast 30 % entspräche, während ChatGPT mit 810 Millionen einen Höchststand erreichte, wobei das Wachstum auf fast 5 % begrenzt war.
Diese unterschiedliche Dynamik würde die Entscheidung von Sam Altman erklären, intern eine Operation „Code Red” zu starten, um die Teams wieder auf ChatGPT zu konzentrieren. Dieses interne Klima sorgte also dafür, dass die OpenAI-Teams über die nötigen Ressourcen verfügten, um die neue Version des KI-Assistenten fertigzustellen. Mit der Enthüllung der neuen Iteration von ChatGPT im Dezember letzten Jahres entstand eine Version von GPT, die nach Angaben des Unternehmens besser als je zuvor ist und die Fehler im Zusammenhang mit der „Thinking”-Version des Assistenten um 38 % reduziert hat.

Trotz der Entwicklungen von GPT und ihren 800 Millionen Nutzern pro Woche verliert OpenAI nach eigenen Angaben jeden Monat Geld und rechnet erst für 2029 mit einer Rentabilität. Ein ganz anderes Szenario erlebt man auf der Seite von Google, wo das Unternehmen jedes Quartal Milliarden von Dollar aus seinen anderen Geschäftsbereichen erwirtschaftet.
Zu diesem Zeitpunkt besteht der Wettbewerb bei den Chatbots im Wesentlichen aus zwei Akteuren, auch wenn es durchaus andere Konkurrenten gibt. Claude, Copilot, Deepseek, … sind allesamt Schlüsselfiguren in diesem rasanten Wettlauf um die Verbesserung der Werkzeuge für künstliche Intelligenz. Es bleibt also eine grundlegende Frage: Wie weit kann sich die künstliche Intelligenz entwickeln, ohne den Platz des Menschen neu zu definieren?